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Freitag, den 29. April 2011 – Thomas

Das Beste an der Arbeit ist schon bald das Autofahren. Wir reservieren uns ein Firmenwagen und fahren wieder zu der Schule. Erfahrungsgemäß kann man sagen, das Projekt wird eine langatmige Geschichte werden. Im Radio geht es ausnahmslos um die Hochzeit von William und Kate.

„William Arthur Philip Louis, willst Du diese Frau als Deine Dir angetraute Ehefrau nehmen?“
„I will“
„Catherine Elizabeth, willst Du diesen Mann als Deinen Dir angetrauten Ehemann nehmen?“
„I Kate“


Bei Facebook habe ich Statusmeldungen gelesen, in denen Frauen ankündigen sich einen Fernseher auf die Arbeit zu stellen oder sich gar den gesamten Tag frei zu nehmen. Eine Hochzeit als Massenphänomen. Ich muss unweigerlich an Gülcan Kamps denken. Wie kaputt bin ich eigentlich? Ok, da heiraten zwei, etwas durchweg Positives, sollte man meinen. Meine persönliche Anteilnahme bleibt trotzdem eher verhalten. Der Hype und die Melange aus Walt Disney Fantasien und Gala Gesinnung, die das Ganze prägt und überreizt, sprechen mich nicht an. Pompös ist das genaue Gegenteil von meiner Vorstellung einer Trauung. Prunk ist eine sehr kitschige Variante von Romantik, oder anders gesagt, es ist die einfachste. Viel Inszenierung bedeutet viel Liebe; viel Bescheidenheit bedeutet viel Charakter. Stimmt ja beides nicht, aber letzteres ist die geschmackvollere Lüge.

Ich arbeite bis 16 Uhr. Auf dem Nachhauseweg kaufe ich Cola, Zigaretten, Chips und leihe mir einen Film aus. Megamind, soll gut sein. Ich bin mit D. ins Modernes verabredet und schon fast traditionell wird der Abend aufgrund geographischer Bequemlichkeit bei mir eingeläutet. Auf dem Weg zur Videothek treffe ich S. Sie weiß noch nicht ob sie dabei ist, mal sehen, vielleicht, wenn sie kommt, dann kommt sie. Ok, damit kann ich arbeiten. Zum Training fahre ich heute nicht. Das würde bedeuten zurück auf das Dorf, wieder Zug fahren und die Nacht auf dem harten Bett oder Gästesofa verbringen, nur damit am Samstag ebenfalls nichts los ist. Zudem bin ich ja verabredet.

18 Uhr. Linus ruft an. Er sitzt im Nova Zena und hält Plätze für das Werder Spiel heute Abend frei. Die Zeit dazwischen langweilt er sich. Ich leiste ihm auf ein Pils Gesellschaft. Wir unterhalten uns über Fußball, bis genug seiner Leute aufgeschlagen sind, um die begehrten Plätze einzunehmen. Linus kommt später ebenfalls ins Modernes. Das verspricht ja einiges.

21 Uhr. D. und S. sind da. Der Film ist wirklich empfehlenswert. Zwischendurch ruft Timo an, ich verabrede mich mit ihm für morgen in der Innenstadt. Wir schauen Megamind ein zweites Mal, nur dieses Mal auf Englisch. Allein weil Will Farrell die Hauptrolle spricht. Vergnügt geht es weiter. Wir holen Linus und Paul vom Nova Zena ab. 90er Party, Rhythm ist a Dancer usw., aber eben auch The Prodigy und Konsorten. [hier fehlenden Abend einfügen]

Recht spät verlieren wir geschlossen das Interesse an den 90ern und gehen zu mir um die Reste zu verwerten und um zu Kniffeln. Kniffeln ist das Kiffen der coolen Jungs. Bis 6 Uhr morgens geht das so, nebenbei läuft Akira im DVD Player. Für mich das hundertste, für die anderen das erste Mal. Ich glaube, ich habe den Großteil des Einsatzes gewonnen.

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