Ostermontag, den 25. April 2011 – Marc

Liebes Tagebuch. So wollte ich schon immer mal einen Text anfangen. Da dies jedoch der erste Eintrag meinerseits in ein Tagebuch ist, bin ich ueberrascht wie uncool dieser Anfang ist. Wie dem auch sei. Heute ist der 25ste April des Jahres 2011 und ich befinde mich auf dem nordamerikanischen Kontinent im „Lone-Star State“ Texas. Die Außentemperatur betraegt ungefähr 100 Grad F. Das sind etwa 38 Grad Celsius. Hört sich super an, ist aber nicht so, weil eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent immer fies ist. Aber genug des Meckerns, ich habe mir die schoene und sehr mexikanisch angehauchte Stadt San Antonio angeschaut, bin einen sehr langen walk am Fluss entlang. Das ist die Touristen-Attraktion und es gibt super Kneipen und Lokale (auch das kann ich von gestern Nacht her nur Bestätigen).

Auch hier kann ich nur sagen, wer noch nicht in den USA war, sollte sich das mal antun, der Service ist hier der Hammer, das fällt mir auch jetzt nach fast 2 Jahren hier in den Staaten immer wieder auf. Die Kellner und Innen überschlagen sich fast vor Freundlichkeit. (das koennte natuerlich daran liegen, dass der gesetzliche Mindestlohn bei irgendwas um die 3 Dollar pro Stunde liegt, und die Leute auf ein gutes Trinkgeld einfach angewiesen sind). Nachdem ich nun schon mit meinem neuen Trackingrucksack behaengt doppelt durchgeschwitzt bin… Das ist eigentlich auch eine dumme Sache. Ich laufe mit einem Rucksack voll Wasser rum, damit ich falls ich schwitze und durstig werde auch genug zu trinken habe. Da ich aber mit einem Rucksack voll Wasser ins schwitzen komme und durstig werde ist das ein Teufelskreis… ziehe ich weiter zum Alamo. Dieses alte Mexikanische Fort, das in jedem zweiten Western glaube ich eine Rolle gespielt hat. Mexikaner gegen Texaner, Texaner gegen Mexikaner und zum Schluss gewinnen so oder so Bud Spencer und Terence Hill. Naja, heutzutage wimmelt es dort von Leuten, die alle an der Geschichte interessiert sind und sich alles anschauen und hundert Mal durchlesen. Ich mach ein paar Bilder und frage den Marshall ob er seine Waffe eben kurz aus der Hand legen kann, um ein Foto von mir und meiner Begleitung zu machen. Geht leider nicht, die Pflicht und Regeln… Schade. Nach einer Umrundung des Gartens daneben kommt er dann doch auf mich zu und macht das Foto. Ich weiß diese Geste zu schaetzen und bedanke mich wie immer recht herzlich mit dem Besten was man hier von sich geben kann: „I appreciate“ das mit einem fetten Grinsen macht die Leute gluecklich. Nach einer weiteren Meile laufen, kühle ich mich in der Einkaufsmall ab. Das ist sehr angenehm aus der prallen Sonne und Hitze in die auf 20 Grad runter gekuehlte riesige Halle. Da merke ich doch sofort wieder Halsschmerzen und Schnupfen näher kommen. Nach einem kleinen Bummel geht es wieder ins Parkhaus zum Auto, denn die Reise soll nach Houston weitergehen. Und dann die Überraschung, fuer 2 Stunden, doch nur läppische 18 Dollar bezahlen. Und ich dachte schon, dass der Mediamarkt Parkplatz in Nienburg immer teuer war. Also erzaehlt denen bloß nicht, dass die dort günstig sind. Naja, ich habe ja Urlaub und deshalb nicht weiter drüber nachdenken und ab nach Houston. Wie es weitergeht weiß ich noch nicht, aber für heute, liebes Tagebuch, wünsche ich dann angenehme Nachtruhe und bis morgen denne…

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