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Samstag, den 30. April 2011 – Maria

There is no greater agony than bearing an untold story inside you.

Der Samstag beginnt erneut mit Kultur, D. und ich sehen uns das Haus Ferando Pessoas an, des größten portugiesichen Dichters. Leider ist es dermaßen überrenoviert, dass man von der ursprünglichen Gestaltung nicht mehr viel erahnen kann. Viele Informationen sind der Ausstellung leider auch nicht zu entnehmen, deswegen ziehen wir beleidigt weiter, um unsere Enttäuschung mit einem Stück des expilzit ‚besten Schokoladenkuchens der Welt‘ zu kompensieren.


Das Ganze dehnt sich zu einer Zwangsregenpause mit unbestimmtem Ende aus, denn wenn es in Lisboa einmal regnet, dann regnet es. Wir blockieren also das 2 Tische ‚große‘ Café einen ausgedehnten Nachmittag lang, reden einmal mehr über Gott und die Welt.

Daheim empfangen mich wieder meine Notizen, Aufgaben und endlosen To-Do-Lists.
Okay, lieber erstmal kochen. Danach kann ich ja immer noch nichts abarbeiten. Die Liste starrt mich wie immer vorwurfsvoll an: „WAS, immer noch nicht?? Du musst dich so langsam mal um ne Wohnung in Berlin kümmern, du WEIßT doch, wie der Wohnungsmarkt da jetzt aussieht! “ und: „Wie bitte, was zum Teufel hält dich davon ab, mal eben diese zwei emails zu tippen?!“
Doch alles bleibt beim alten Fluchtverhalten, ich finde mal wieder keine ‚Zeit‘, die vorgeblich ‚wichtigen‘ Dinge des Lebens zu erledigen. Zu schön ist es, das Erasmussyndrom voll auszuleben.

Für die Nacht steht auf dem Plan, alte Freunde wiederzusehen. Ich werde sie mit ihnen auf der Straße verbringen. Wir reden von großen Plänen, J. möchte seinen Job und Portugal endlich verlassen, nach Finnland gehen und dort ein Album aufnehmen. Einfach so. Außerdem gibt es Pläne, vorher per Anhalter nach Deutschland zu reisen. Ich habe große Lust, gemeinsam mit ihm diesem Trip Richtung Heimat zu unternehmen.. Mit dieser Vorstellung im Kopf nimmt auch der Schrecken vor der Rückkehr nimmt ein wenig ab, ich kann mir mittlerweile wieder ein paar gute Dinge ausmalen, auf die ich mich sogar freuen kann. Niemand wacht gern aus einem süßen Traum auf, doch der Realität ist manchmal auch gar nicht so übel.

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