Verenas Woche: 37/2017

Endlich habe ich die Briefwahl abgeschickt. Ist ja doch immer lästig, sich sonntags ins Wahlbüro aufzuraffen und wer weiß, was ich an dem Tag noch anderes Wichtiges zu tun habe (ach ja, nach Berlin fahren zum Beispiel). Und spätestens wenn man nicht mehr in seinem alten Heimatdorf wohnt, fällt ja auch das nostalgische nochmal-in-die-alte-Grundschule-gehen-Gefühl weg.

Und mir ist die Tage aufgefallen, wie genervt ich langsam von der Wahl bin. Ich bin echt froh, wenn das vorbei ist, manche Leute werden wirklich eklig, auch die, die ich sonst auf Twitter & Co mag. Oder dumm, wenn es um die AfD geht. Da ich ja beruflich auch mit Politik zu tun habe, ist es sowieso ständig Thema. Noch eine Woche, dann sind wir hoffentlich wieder alle ein bisschen normaler.

Kulinarisches Highlight war definitiv mein Honig-Ingwer-Schweinefleisch aus dem Wok. Eigenlob stinkt. Aber wieder mal zeigt sich, wie einfach man mit wenig Zutaten so was Gutes kochen kann.

Ich hab die Apple Keynote geguckt und diverse Wahl-Sendungen und auch weiterhin niveaulosen Schund wie die Hartzer von der Eisenbahnsiedlung. Fun Fact: Love Island ist selbst mir zu dumm. Ach ja: Und Neo Magazin Royal ging wieder los.

Auf der Arbeit haben drei Kollegen und ich einen Podcast aufgenommen und nun auch endlich veröffentlicht (tatsächlich sind wir mit Konzept und Planung seit zwei Monaten dran, es war bereits der zweite Take, denn den ersten haben wir dann doch nochmal verworfen). Das war sowohl lustig und lehrreich als auch ziemlich spannend als wir dann tatsächlich veröffentlicht haben, aber bisher war die Resonanz ganz gut. Soll sich auch mal einer trauen… . Das Projekt dient allerdings nur dem internen Zweck, also für Kollegen weltweit, weshalb ich hier niemanden damit beglücken werde. Im Thema geht es jedenfalls um Digitalisierung und findet auf Englisch statt. Als alter Podcast-Fan war das echt spannend, sowas mal selbst zu produzieren und hat wirklich Spaß gemacht. Das Ganze soll jetzt monatlich erscheinen.

Freitag war ich nach der Arbeit noch kurz in den KölnArcaden, hab Klamotten anprobiert, von denen zum Glück alles kacke aussah und ich nichts kaufen musste. Das Geschenk, weswegen ich eigentlich dort war, habe ich aber auch bekommen. OH OH OH; und Freitag erschien auch das neue Foo Fighters Album Concrete and Gold, was Euch echt empfehlen kann! Und meine Tickets für John Cleese kamen an. Das hatte ich zufällig gesehen: John Cleese kommt nächstes Jahr im Mai nach Köln und Hamburg und OMG da muss ich hin!

Samstag früh durch das aufgeregte Gekreische der Nachbarskinder geweckt worden (an und für sich nichts Neues…), ein Blick in die Nachbar-WhatsApp-Gruppe verhieß nichts Gutes. Naja, wer will auch länger als bis 8:30 Uhr schlafen am Wochenende. Jalousien hoch und ja: Beim Nachbarn steht eine riesige Hüpfburg im Garten. OK.

Abends dann das Highlight der Woche: Metallica in der KölnArena! Nachdem ich mich zum Start des Ticket-Verkaufs noch SO SEHR aufregen musste, hab ich ganz vergessen zu erzählen, dass wir doch noch (legal und zu regulären Preisen) an Tickets gekommen sind. Leider nur Oberrang in der letzten Reihe, aber dabei sein ist alles. Wir sind mit unserer Nachbar-Fangruppe hingereist und auch, wenn wir alle woanders saßen, war es doch ein sehr gelungener Abend. Ich hab Metallica zum ersten Mal gesehen und die haben die Halle echt abgerissen.  James Hetfield ist ein wirklich guter Sänger und es war laut und gut und es gab eine Bühne in der Mitte der Arena. Leider hab ich mich dem aktuellen Album zu wenig beschäftigt (was irgendwie ja überraschend ist) und was natürlich zu 3/4 der Show gespielt wurde. Bei den alten Hits war ich aber wieder textsicher und mal Master of Puppets oder Enter Sandman live zu hören, war schon sehr cool. Bemerkenswert übrigens die Stimmung im Oberrang: Gute Fans!

Sonntag bin ich mit dem Rad bis nach Köln-Brück zum Wildgehege gefahren, hab Wildschweine angeguckt und mich dann anschließend im Wald verfahren. Dank Navi hab ich aber wieder nach Hause gefunden. (Hatte mich schon kurz wie bei Hensel & Gretel gefühlt). Insgesamt immerhin 23 km gemacht, was gut ist für jemanden, der sonst nur 10 fährt und eigentlich auch gar nicht so viel Zeit hatte. Denn nachmittags war der Geburtstagskaffee meiner Nichte mit ganz viel Kuchen.

Abends Linsensuppe und Tatort. Wie immer, weil nichts besseres kam. Ich fand den allerdings ziemlich depri. Und ein Schauspieler, der schon beim letzten Tatort mitgespielt war wieder dabei, in einer anderen Rolle. Es gibt nicht genug Schauspieler!

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3 Kommentare

  1. Nix da, ich werde am Sonntag brav in die Grundschule gehen (die allerdings nicht meine war), mich auf die kleinen Stühle setzen, die Kritzeleien an den Wänden betrachten und meine Kreuze machen :)

  2. Oh ja, die Kommentare vor der Wahl nerven inzwischen. Die Meinungen werden zunehmend autoritär, teils auch wirklich panisch-irrational (in alle Richtungen) – ein ganz unangenehmes Klima. Da bin ich froh um das Wahlgeheimnis. Einfach sein Kreuz machen (oder auch nicht), Zettel abgeben/abschicken, schweigen und gut ist.

Und? Sag was!

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