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Mittwoch, den 27. April 2011 – Silke

Momentan amüsiere ich mich mit dem Projekt „Gesund und nachhaltig kochen“. Hört sich langweilig an, ist es aber nur ein bisschen. Jedenfalls beschäftige ich mich, wenn ich gerade nicht auf Reisen bin, mit einer Menge Salaten, Fisch, Gemüse (zahlreiche Abneigungen beschränken dies allerdings) und Obst. Meine Eltern, die mir bis zum Umzug nach Hamburg Obhut gewähren, haben meine Kochkünste nach einmaligem Versuch direkt boykottiert. Vor kurzem habe ich zu Mittag fantastischen Lachs mit Pilzen und Salat gereicht; abends fragte ich dann siegessicher nach, ob mein Vater denn während der Arbeit noch Hunger verspürte. Darauf antwortete er, dass es glücklicherweise reichlich Kuchen zum Kaffee gab. Nevermind.

Heute dann einige Gespräche mit meinem Kollegen ML, der auf dem Weg zum Meeting in Spanien war; erst hat er den Flug  in München um 10 Minuten wegen eines Staus verpasst, dann den nächsten Flug von Madrid nach Barcelona um eine halbe Stunde. Scheinbar muss man bei Inlandsflügen in Spanien nicht eine, sondern anderthalb Stunden vorher da sein. Wieder was gelernt. Bevor ich in diesem Job angefangen habe, dachte ich immer, Geschäftsreisen wäre toll und glamourös und habe alle beneidet, die richtig was von der Welt sehen. Jetzt bin ich regelmäßig um 4 Uhr morgens unterwegs, komme in denkbar unschöner Verfassung am Bestimmungsort an und sehe so Flughäfen, Taxis und Meetingräume Europas. Ich glaube, ich mache da was falsch. Außerdem frage ich mich, wie die ganzen Stars der Welt es schaffen, nach einem 10-stündigen Flug von den Paparazzis abgelichtet zu werden und dabei so entspannt auszusehen, als ob sie gerade einen ein-wöchigen Spa-Aufenthalt hinter sich haben, wenn ich schon nach einem 2-stündigen Flug aussehe, als ob ich die Nacht durchgemacht habe.

Nun denn, heute bin ich schon den ganzen Tag saumüde. Muss am Wetter liegen.

The traveler was active; he went strenuously in search of people, of adventure, of experience.  The tourist is passive; he expects interesting things to happen to him.  He goes „sight-seeing.“  ~Daniel J. Boorstin

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