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„And the stars look very different today“

Mit der damals gleichermaßen überraschenden wie auch heute recht peinlichen Erkenntnis, dass Nirvanas The Man Who Sold The World gar nicht von Nirvana ist, sondern von David Bowie (Original), begann meine Entdeckungsreise seiner Musik. Das war 2008 und ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Moment. Der gitarrespielende Kollege, der mich um dieses gravierende Wissen bereicherte, schenkte mir  kurzerhand außerdem eine Sammlung verdammt guter Musik, die ich immer mehr für mich entdecken sollte. Unter anderem mit Queens of the Stone Age, Tarantino Soundtracks und vor allem dieses Best-Of Album von David Bowie (UK-Version) waren dabei. Natürlich kannte ich schon die ganzen großen Hits, so wie sie vermutlich jeder kennt, aber es lohnt sich einfach, weiter einzutauchen. Und manchmal sind es diese Schlüsselerlebnisse und gute Freunde, die einen auf den richtigen Musikpfad leiten.

Spätestens seit dem war ich übrigens auch eben Fan von QOTSA, aber hörte mich auch immer mehr in Bowies Stücke rein, las über die einzelnen Songs, sein Leben, seine Zeit in Berlin, die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Es ist einfach immer toll, neue Musik für sich zu erschließen und von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen und weiter in alten Werken zu graben. Manchmal dauert das länger, manchmal funktioniert es gar nicht. Aber das Best-Of-Album hab ich schon so oft gehört, und einfach immer wieder. Auf langen Busfahrten, beim Shoppen (Fashion!), beim Sport, im Auto. Regelmäßig hab ich Ohrwürmer von Ch-ch-ch-changes ;) und Rebel Rebel. Und immer mehr hab ich mich auch durch die einzelnen Alben gehört, vor allem die alten Sachen, kaufte aber auch das vorletzte Werk The Next Day und stand am Samstag noch vor dem neuen Album Blackstar. Hab es aber nicht gekauft. Ich bin sicher kein Hardcore-Fan und hab mich noch gar nicht durch alles durch gehört, aber ich denke, es ist unumstritten, dass er wie kein anderer die (Musik-)Welt beeinflusst hat und beeindruckende Musik geschaffen hat und wahrlich ein Künstler war.

Die Nachricht seines Todes heute morgen im Autoradio hat mich – wie wohl jeden – mehr als überrascht. Und normalerweise versuche ich ja nicht, den 1000. Beitrag zu schreiben, wenn schon alle alles geschrieben haben, aber hier bedeutet es mir auch was.

Jedenfalls kann ich jedem das besagte Best-Of-Album empfehlen, als Einstieg. Außerdem steh ich sehr auf Moonage Daydream aus dem Ziggy Stardust Album. Und für jetzt gleich das Mixtape von Radio Soulwax, welches sie anläßlich Bowies 66. Geburtstag veröffentlichten:

DAVE by Radio Soulwax on Mixcloud

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2 comments so far.

2 Antworten zu “„And the stars look very different today“”

  1. Julian sagt:

    Das neue Album von Bowie hat es der Welt gezeigt: Teilweise sehr avantgardistisch und trotzdem auf Platz 1 … noch vor seinem Tod. Der Saxophonist geht teilweise heftig ab. Meine Anspieltipps: Ziggy Stardust, Heathen und Christiane F. – letzteres Album stellt ziemlich gut die Berlinephase dar. Sense of doubt und Warszawa sind für mich die größten Bowie Songs. Aber die im Text genannten mag ich auch sehr gern.

  2. […] 2006) schafft es überraschend oft in mein Auto-Radio, Eagles of Death Metal, Pearl Jam, natürlich Bowie… außerdem höre ich umso mehr Podcasts und Deutschlandfunk, aber das ist natürlich weniger […]

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