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Dienstag, den 26. April 2011 – Marc

Da es in Houston, nachdem ich jetzt schon die ganzen Staedte Texas‘ kennen gelernt habe, außer dem Basketballteam, was niemals an die glorreichen Bulls herankommen wird, nichts besonderes gibt, fahre ich also einfach weiter und moechte die naechsten Tage am Strand verbringen. Genauer gesagt in meinem Nachbarstaate Mississippi in der angeblich bekannten Stadt Biloxi. Ich habe den Namen zwar noch nie gehoert aber was solls. Bevor ich das Hotel verlasse, schalte ich noch einmal den Wetterkanal an. Im Moment ist hier im Sueden der USA mal wieder Tornado-Saison. Die beginnt so etwa im Maerz eines Jahres und endet im Oktober, sprich hier ist IMMER Tornado-Saison.

Das ist wenn man es in Deutschland in der Glotze sieht immer so weit weg und unwirklich, doch als ich letzte Woche bei einem Unwetter grade das Werk (liegt 20 oestlich von Tuscaloosa) in meinen verdienten Feierabend verlassen wollte und dann alle Sirenen losgingen und ich fuer eine halbe Stunde mit 1500 Kollegen in den Schutzraeumen bleiben musste, da fuehlte es sich doch sehr nah an und nebenbei auch sehr wirklich. Die Alabamanesen sind daran gewoehnt und verlassen schon beim geringsten Anzeichen vom Tornado das Buero, um zu ihren Familien zu kommen. Das ist zwar nicht intelligent, weil die besten Schutzraeume ueberhaupt im Werk vorhanden sind, aber ich glaube wenn man Familie hat, will man bei denen sein, egal wie gut oder schlecht oder sinnhaft das ist. Long story short: ja, es gibt Anzeichen auf schlechtes Wetter und die Tornado-Wahrscheinlichkeit zieht sich in einem Guertel Richtung Nordosten. Also fahre ich unter dem Bereich gen Osten und werde dan Tag dann am Strand im Sueden verbringen. Gesagt, getan. Abends in Biloxi schmeiße ich mich in den Pool und entspanne erstmal, wechsele ab und zu zum Hot-Tub rueber, weil das Wasser „nur“ 75 Grad hat. Die Wolken ziehen sehr schnell am Himmel vorbei und alles sieht aus wie vor einem riesigen Gewitter. Nachdem Sonnenschirme, Stuehle und andere Gegenstaende langsam das Weite suchen, entscheide ich mich auch, wieder ins Zimmer zu gehen und nach einer Dusche in Richtung Hard Rock Cafe and Casino aufzubrechen. Ich bestelle wie immer den ueblichen „Hurricane“ und denke noch, dass das vielleicht ein wenig makaber ist… Da ich aber die Glaeser nun schon aus fast jeder besuchten Stadt auf meinem Kuehlschrank stapele, gehoert es dazu. Uebrigens stoppen solche Ueberlegungen dann in der Mitte des zweiten Cocktails und ich wende mich im Gespraech mit meiner Begleitung wichtigeren Sachen, wie zum Beispiel Weltfrieden und Ueberlebenschancen von Ameisen bei einem Atom-Krieg, zu. Nein, Scherz beiseite, das Essen war gut, die Cocktails auch und die Themen in der Unterhaltung ebenfalls. Mit vollem Magen und halben Schwipps geht es dann ab ins Casino, oder zumindest bis in die Eingangshalle, denn dort steht ein riesiger Bouncer (Rausschmeißer), der beim Ueberpruefen der deutschen drivers license meiner Begleitung nur sagt, dass diese nicht akzeptiert wird und wir somit nicht hinein duerfen. Ok, dann werde ich mein Geld eben woanders verlieren. Umgedreht und Spaziergang nach hause, bzw ins Hotel. Die Bar dort hat um fast Mitternacht auch schon geschlossen, schade. Also ab ins Bett und morgen dann an den weißen Sandstrand…
Gute Nacht.

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